Geliebtes Kind Motzibacke

Vaterrolle: Ist Papa manchmal nicht genug?

Vaterrolle in unserer Familie!

Noch bevor unser Schmatzipuffer das Licht der Welt erblickte war für meinen geliebten Einen seine Vaterrolle klar definiert. Er kann alles was Mama auch kann! Sicherlich, mit dem Stillen wird es etwas schwierig, aber alles andere kann auch er erledigen. Ich stimmte ihm absolut zu!
Und so ist es nun auch, er wickelt und tröstet Schmatzipuffer, trägt ihn im Tuch spazieren, wiegt ihn in den Schlaf und hält sein Händchen bis er selig schläft.

Ihm kommt nicht einmal die Idee, dass er Schmatzipuffers Bedürfnisse nicht erfüllen sollte, um es mir zu überlassen. Für ihn gehörte dies, ganz normal zu seiner Vaterrolle dazu.

Ich höre aber öfter von meinen Mit-Muttis, dass ihre Männer anders denken und es den Mamas obliegt sich um grundlegende Bedürfnisse ihrer Kinder zu kümmern. Mich macht diese Tatsache sehr traurig.

Das Bedürfnis eines Kindes zu ignorieren ist respektlos und sollte in unserer aufgeklärten Zeit, der Gleichberechtigung nicht mehr passieren.

Nichts desto trotz gibt es Zeiten wo sich, das Kind Mama wünscht und dazu möchte ich etwas schreiben. Es zeigt wie schwer es Väter manchmal beim ausüben ihrer Vaterrolle haben können. Sie müssen mit Hindernissen kämpfen, die sich Müttern nie in den Weg stellen…

Vaterrolle: Gibt es Grenzen?

Letztens nachts, wachte unser geliebter Schmatzipuffer weinend auf. Es war zu einer Zeit, in der er viel Neues in kurzer Zeit gelernt, und deshalb ein außergewöhnlich großes Bedürfnis nach Nähe hatte.
Schmatzipuffer war gerade in den Entwicklungsschub, um die 37. Woche geschlittert. Der Papa ging zu ihm und wollte ihn trösten und in den Schlaf begleiten. Doch was bis jetzt immer wunderbar funktioniert hatte, lief plötzlich völlig aus dem Ruder. Unser Schmatzipuffer schrie und weinte auch an Papa gekuschelt weiter.

Er rief mir geknickt übers Babyfon zu: „Ich weiß nicht weiter, du musst kommen!“ Ich betrat das Schlafzimmer und Schmatzipuffer wurde schlagartig ruhig und schlief an mich gekuschelt ein.

Ihr könnt Euch sicher vorstellen, was in meinem geliebten Einen in diesem Moment vorging. Er war sehr traurig, und meinte er fühlte sich irgendwie überflüssig.
Er tat mir in dem Moment wahnsinnig leid, denn er hatte nichts falsch gemacht. Ganz im Gegenteil, er verhielt sich sehr gut, und gab mit einer Engelsgeduld alles. Aber in einem Schub ist einfach vieles anders und Mama wird für das Kind plötzlich der alleinige Stern am Firmament. Deshalb ist Papa aber nicht weniger wichtig oder geliebt und auch in solchen Momenten ist es wichtig, dass er da ist und dem Kind zeigt, du kannst dich auf mich verlassen, ich bin dein sicherer Hafen.

Ihr Papas die versucht so wunderbar für eure Kinder da zu sein, könnt stolz auf Euch sein. Ihr habt dazu dasselbe Recht wie die Mamis und noch mehr, denn manchmal ist es für euch viel schwerer als für uns Mütter, dem Kind das zu geben was es braucht. Aber gebt es nicht auf und zweifelt nicht an Euch, wenn es nicht klappt.

Ein paar Abende später wachte unser Schmatzipuffer wieder nach Nähe suchend auf. Einen neuen Versuch wagend, kuschelte der Papa sich an ihn und er schlummerte, fast augenblicklich bei ihm ein. Als ich später nachkam, schlief mein geliebter Einer zufrieden mit einem Lächeln. Ich gab ihm einen wohlverdienten Kuss, kuschelte mich zu meinen Beiden und schlief ein.

Mehr Artikel zum Thema Gender in der Familie, findet ihr bei Verflixter Alltag.

 

Bis bald, Eure

Kathi

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