Geliebtes Kind Motzibacke

Unsicherheit und Loslassen!

Letztens sehe ich eine Bekannte Mit-Mutti entspannt und glücklich ohne ihr Baby auf der anderen Straßenseite laufen. Bei mir im Kopf fing es an zu arbeiten. Verdammt…was mache ich falsch? Wieso klappt das bei mir nicht? Und schon war sie da, die am Selbstbewusstsein nagende Unsicherheit.

 

Unsicherheit im Mamaalltag

Ich war seit der Geburt von Schmatzipuffer nur einmal ohne ihn unterwegs. Die Stunde war für mich die Hölle! Ich konnte nur daran denken ob bei ihm alles okay ist, widerstand aber tapfer dem Griff zum Telefon. Er war ja sicher, bei der Oma mit Unmengen abgepumpter Milch.
Ich war irre unruhig und raste so schnell ich konnte wieder nach Hause um auch ja eine Handvoll Sekunden eher bei ihm zu sein. Seit diesem Moment bin ich nicht wieder ohne ihn irgendwo hingegangen. Überreagierte ich?
Es kommt mir einfach nicht richtig vor, ich fühle mich ohne ihn Nackt und nicht ganz.
Aber warum kommt es mir nur so falsch vor, ohne ihn irgendwo hin zu gehen?
Na klar, natürlich hat die Natur diesen Sachverhalt für Mamas programmiert, denn wir sollen unseren Nachwuchs ja beschützen und nicht verlassen!
Und trotzdem verspüre ich bei dieser Sache eine riesige Unsicherheit. Mir schwirren Fragen durch den Kopf, wie:
Verwehre ich mir selbst damit entspannte Momente? Und noch viel schlimmer, nehme ich Schmatzipuffer damit die Möglichkeit sich frei zu entwickeln?
Ich möchte Schmatzipuffer nicht beglucken und sicherlich täte mir eine kurze Auszeit von ihm mehr als gut, der Akku ist fast leer.
Aber was ist mit dem eigenen Gefühl für richtig und falsch? Sollte man in erster Linie nicht immer darauf hören?

 

Unsicherheit, hilfreich oder ein Hindernis?

Und schon ist die Unsicherheit wieder da!
Der logisch denkende Kopf verjagt sie, nur damit das Mutterherz sie wieder zurückholen kann. Bis jetzt bin ich mit meinem Mutterinstinkt immer gut gefahren. Aber bei der Frage: kann ich Schmatzipuffer schon ohne mich Sein lassen, versagt meine Objektivität komplett.
Wenn ich ehrlich zu mir bin werde ich noch in fünf Jahren das Gefühl haben das es nicht richtig ist ihn mal zu jemanden anderen zu geben, seien es Großeltern, Freunde oder die Kita.
Ist es an der Zeit für mich die Nähe zu meinem Kind etwas zu lockern?
Ich denke JA, mit seinen 9 Monaten sollte Schmatzipuffer die Chance bekommen auch ohne Mama die Bindung zu Oma und Opa zu festigen und wenn es nur für einen kurzen Augenblick ist. Seine Welt hat sich in den letzten Monaten irrsinnig vergrößert, nun muss ich ihm auch die Möglichkeit geben sein menschliches Umfeld zu vergrößern und zusätzliche Bindungen zu schaffen oder zu vertiefen. Und dazu sollte er die Möglichkeit haben ohne Mutti im Rücken.

 

Die Unsicherheit wird im Mamaleben nie verschwinden und ja, sie ist leider unangenehm, aber auch wichtig. Mittlerweile habe ich meine Einstellung, wie ich mit Unsicherheit umgehe geändert. Denn ich sehe sie als eine wichtige Schranke, die mich vor dem zu schnellen und unbedachten fällen von Entscheidungen bewahrt. Und oft zeigt sie mir, dass es einem Wandel oder Handeln im Mamaleben bedarf!

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