Geliebtes Kind Motzibacke

Bocken!? Erfahrung und Gedanken!

Babys die Bocken? Auch Babys haben Emotionen, und natürlich nicht nur positive, ab einem gewissen Alter werden sie wütend, wenn sie sich nicht verstanden fühlen und wir nicht schnell genug bemerken welches Bedürfnis erfüllt werden soll. Ich empfinde diese Tatsache manchmal als sehr schwierig, denn nicht immer kann ich sofort erkennen was mein Schmatzipuffer möchte und so negative Emotionen verhindern. Dies ist natürlich meistens dann der Fall, wenn ich ihm nicht meine volle Aufmerksamkeit schenke und durch andere Dinge abgelenkt bin. In diesem Artikel berichte ich Euch von dem ersten Mal, als ich solch einer Situation gegenüberstand. Und beschreibe Euch meine Gedanken und Rückschlüsse als Erst-Mama.

 

Bocken beim Baby? – Bedürfnisse erweitern sich!

Neulich, lernte ich eine völlig neue Seite an meiner Motzibacke kennen. Ich wollte ihn gerade auf den Rücken tragen um etwas im Haushalt zu schaffen, da fängt er an zu weinen. Ich denke die Tragevariante ist schuld und hole ihn also wieder nach vorne und nehme ihn in den Arm und tröste ihn, aber anstatt das er sich wie sonst in meinen Armen beruhigt, weint er noch heftiger und stemmt sich von meiner Brust weg. Ja, er wird richtig wütend.
Was war passiert?
Es fühlte sich für mich an als würde mein sieben Monate altes Kind bocken, weil er etwas wollte und dies nicht von mir bekam.
Aber, ist ein Baby überhaupt schon in der Lage dazu?
Fakt ist, dass er etwas wollte, ich jedoch nicht erkannt habe was!
Später, als ich mir nochmal alles durch den Kopf gehen ließ wurde mir klar, dass er einfach nur gerne seinen Nuckel gehabt hätte. Das Problem war nicht, dass ich ihn auf den Rücken tragen wollte, sondern das er gerne im Tuch genuckelt hätte. Damit das ich ihn aus dem Tuch nahm habe ich es, für ihn also noch schlimmer gemacht.
War das der Grund für seine heftige Reaktion?

 

Bocken beim Baby? – Schlüssel „Aufmerksamkeit“!

Ich selbst empfinde es als enorm frustrierend, wenn mich ein Gesprächspartner nicht versteht und daher genau gegenteilig handelt.
Habe ich mein Kind also in dem Moment ebenfalls frustriert und er handelte im Rahmen seiner Möglichkeiten mit untröstlichem Weinen und Wut?
Fest steht das meine kleine Motzibacke bereits einen ausgeprägten Willen hat. Wenn ich schnell genug erkenne was er möchte und sein Begehren erfülle, ist die Welt für ihn in Ordnung.

Aber muss ich ab jetzt immer mit solch einer Reaktion seinerseits rechnen, wenn ich seine Vorstellungen nicht umsetze?

Inwieweit sollte man dies tun?

Überspitzt gesagt:

Muss ich ab jetzt schon vorsichtig sein damit ich kein egoistisches Monster heranziehe?

Klar ist die Reaktion fiel so extrem aus, weil ich danebengelegen habe und nicht erkannte was er wollte.

Asche auf mein Haupt. Ich fühlte mich nach dieser Erkenntnis mal wieder wie die schrecklichste Mutter überhaupt. Aber ist die Lösung so einfach?

Muss ich einfach noch stärker auf die Zeichen und Signale achten die mein Kind mir gibt?

 Ich denke, JA…wir sollten versuchen unsere Kinder besser zu verstehen, jede Aktion ihrerseits erfolgt auf Grund einer Aktion von uns Eltern, denn letztlich besteht das Universum eines Babys nun mal aus Mama und Papa.
Na gut, ab und an kommt der Komet Oma oder Opa vorbeigeflogen.
ABER, solange mein Kind auf Grund eines Grundbedürfnisses so reagiert (was bei einem Baby nun einmal noch der Fall ist) sollte die Frage nicht sein wie reagiere ich auf diesen Bock, sondern wie erfühle ich schnellstmöglich sein Bedürfnis!

Denn letztendlich bockt mein Kind nicht, sondern versucht mir einfach

mit seinen begrenzten Mitteln verstehen zugeben,

dass etwas nicht stimmt. Es liegt in unserer Macht dem eigenem

Kind gegenüber aufmerksam und aufgeschlossen zu sein

und die von ihm sanft gegebenen Signale zu verstehen und zu handeln.

 Natürlich, wäre es am schönsten für Baby und Mutter, wenn die Situation nicht eskaliert. Der Schlüssel ist Aufmerksamkeit. Wenn ich mein Baby genau beobachte, ist es durchaus möglich eine Frustration und daraus resultierende Wut, seinerseits zu verhindern.

Bis bald, Eure

Kathi

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