Geliebtes Kind Motzibacke

Leben mit Baby-Weltuntergang und Tragen!

Ein Leben mit Baby ist vielseitig, abwechslungsreich, nicht immer einfach und jeder Tag ist eine neue Herausforderung. Eigentlich wollte ich Euch diese Woche, mit dem Bericht zum 10ten Lebensmonat von Schmatzipuffer erfreuen, aber es kam alles ganz anders und ich durfte mal wieder an meine Grenzen als Mama und Mensch stoßen und musste über sie hinauswachsen. Vor allem waren es Tage mit ganz viel Tragen, denn Tragen schenkt Liebe, Wärme, Nähe und Geborgenheit. Und das besonders intensiv, wenn es meinem Schmatzipuffer nicht gut geht und er sich in mein geliebtes Kind Motzibacke verwandelt.

 

Das Mama Sein ist nicht immer heiter Sonnenschein und es gibt kein Patentrezept für ein glückliches Baby und für den Weg eine gute Mutter zu sein.

 

Aber erstmal ganz von vorne…

 

Leben mit Baby-Der Weg zum Weltuntergang bahnt sich an!

Vor zwei Wochen begann die Misere ihren Lauf zu nehme. Baby krank, Papa krank, Mama krank!

 

Wie läuft es, wenn die gesamte Familie flachliegt?

DA LÄUFT NICHTS!

 

Der Haushalt und meine Arbeit am Blog blieben liegen und da der Papa mit furchtbarem Männerschnupfen zu Hause war gab es noch mehr Unordnung.
Da blieben Taschentücher, seine heiß geliebte Technik, Bonbonpapier und Klamotten im ganzen Heim liegen und ich hatte weder die Kraft, Zeit noch die Nerven etwas aufzuräumen.
Denn alle Mamis werden das kennen, auch wenn sie selbst krank sind ihr Tagesablauf mit Kind bleibt derselbe. Mama muss Wickeln, Kochen, Unterhalten, Spazieren, Nähe und Liebe schenken ob man gesund oder krank ist.
Und natürlich sind die Nächte mit einem kranken Baby wenig erholsam. Stündliches Stillen, Einschlafen und Weiterschlafen nur in meinen Armen, kosteten mich viel Kraft.
Und wenn der Schmatzipuffer mal neben mir schlief, schnarchte Papa, wegen seiner verstopften Nase und raubte mir so auch den Schlaf.

 

Aber was hilft es einen Krankenschein gibt es im 24h-Job-Mama nicht. Und den Job hinschmeißen kann man auch nicht, denn er ist Teil des eigenen Selbst und ein großes Stück des eigenen Lebens.

 

Letztlich ging auch diese Zeit vorbei, denn Mamas entwickeln in solchen Situationen ungeahnte Kräfte und stehen das einfach durch.

 

Leben mit Baby-Und dann brach das Armageddon aus!

Anfang dieser Woche ging es uns allen endlich besser, der Papa ging wieder Arbeiten und ich schaffte am Montag richtig viel Daheim. Alles wurde geputzt, gesaugt und gewischt. Unordentliche Ecken aufgeräumt und unser Heim erstrahlte im neuen Glanz.
Für meinen Blog konnte ich nicht viel arbeiten, aber wenigstens konnte ich, die sich in den sozialen Medien angehäuften Nachrichten abarbeiten und den ein oder anderen interessanten Artikel lesen. Montagabend schlief der Schmatzipuffer einwandfrei im Familienbett ein und der Papa und ich konnten sogar ein Ründchen zocken.

 

In der Nacht ging es dann los!

Schmatzipuffer wurde ständig wach und weinte, nur die Brust konnte es richten.

 

Er trank auch ordentlich. Völlig gerädert stand ich am nächsten Morgen auf in der Hoffnung auf einen Tag an dem ich mich hier und da ausruhen könnte.
Aber mein Schmatzipuffer hatte andere Pläne, die Gründe dafür sind drei Zähne die auf einmal durchbrechen wollen und ein Entwicklungsschub.
Es wurde ein Tag voller Weinen, Schreien, Motzen und Tragen!
Mein kleiner Schatz machte überhaupt nicht mit. Theater beim Wickeln, Drama beim Anziehen, gemotze beim Essen. Das Essen flog durch die ganze Bude und während ich es sauber machte motzte mein Kind weiter, weil er auf den Arm wollte.

 

Eigentlich wollte er, egal was anstand einfach nur auf den Arm. Auf den Knien, über den Boden wischend ist das nur einfach mal nicht möglich.

 

Es gibt momentan nur zwei Orte wo er etwas zufriedener ist. Auf meinem Arm oder im Tuch. Und so trug ich ihn gestern den ganzen Tag und auch heute sieht es ganz nach einem „Tragetag“ aus.
Aber beim Tragen und spazieren kann ich Euch keinen Monatsbericht schreiben, dafür brauche ich meine über den Monat gesammelten Notizen, denn dank meines Still-Hirns vergesse ich sogar was ich zum Frühstück gegessen habe oder nur mal eben schnell einkaufen wollte.
Also schreibe ich Euch, während ich mit Schmatzipuffer im Tuch spazieren bin, mein Dilemma. Zum Glück schläft er, denn seit dem Beginn des Armageddon, ist er auch irre müde und schläft viel, aber halt nur an mir und beim Spazieren.
In solchen Situationen komme ich mir oft etwas alleine und wie eine Mutter die total versagt vor. In meinem Kopf schwirren Gedanken umher wie:

 

Wie machen das andere Mütter, sind deren Kinder nie so?

Wie machen das andere Mamablogger, die ein Artikel nach dem nächsten veröffentlichen?

Sind ihre Kinder einfacher oder habe ich bei meinem Kind versagt und versage weiterhin?

 

In solchen Momenten fällt es mir schwer Kraft zu finden und eine gute Mutter für mein Kind zu sein, was mich sehr traurig macht.

 

Ich kann in diesen Zeiten nicht die Mutter für Schmatzipuffer sein, die ich für ihn sein möchte und diese Gedanken rauben noch mehr Kraft und zehren an den Nerven.

Und ganz ehrlich, da hilft auch kein Lachen meines Kindes und die Welt ist wieder gut.

 

Nein, es ist eine harte Zeit, in der ich die Zähne zusammenbeiße, meinen Mama Job versuche so gut wie möglich zu machen und auf bessere Zeiten hoffe!

Was etwas hilft ist raus und ab in die Natur. Ich und der Schmatzipuffer lieben das Gras, den Wind und die Bäume. Und auf der Wiese darf ich ihm nach einem Schläfchen im Tuch auch ablegen und er ist kurze Zeit auch ohne Mamas direkte Nähe zufrieden und glücklich. Diese Zeit nutze ich um tief durchzuatmen und neue Kraft und Nerven für das nächste Armageddon zu sammeln.

Bis bald, Eure

Kathi

Leben mit Baby

 

 

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