Geliebtes Kind Motzibacke

Stillen im Wandel

Bevor ich selbst Mutter wurde, war Stillen für mich eine natürliche Handlung, um ein Kind zu ernähren. Es gehörte zum Mama Sein dazu und ist eine immer gleiche Handlung, die sich nicht ändert, egal ob ein Neugeborenes, ein Säugling oder Kleinkind gestillt wird. Nun kann ich ganz klar sagen, NEIN so ist es nicht.
Seit bereits 11 Monaten, bin ich nun schon Mama und stille Schmatzipuffer auch schon so lange. Weit über 6 Monate wurde er voll gestillt, denn nach der Einführung der Beikost, nach dem Blw-Prinzip dauerte es noch sehr lange, bis eine Stillmahlzeit wegfiel. Das Wegfallen einer Stillmahlzeit merkte ich tatsächlich erst als Schmatzipuffer etwa neun Monate alt w urde.

 

Stillen im Wandel – Der Anfang

Seit ich Mutter bin weiß ich nun auch das Stillen so viel mehr als Ernährung ist, es schenkt Nähe, Wärme, Geborgenheit, stärkt die Bindung zwischen Mutter und Kind und schafft Vertrauen. Und dabei verändert sich die Art des Stillens stetig.

Es beginnt, mit dem ersten Anlegen nach der Geburt.Stillen 1 Monat alt Wochenbett, erstes stillen
Anfangs, trank Schmatzipuffer nur sehr zart und kurz, bevor er so gleich wieder erschöpft einschlief. Ich als Mutter, musste ihm helfen die Brust zu finden und bestmöglich andocken zu können. Mit der Zeit, wurde er immer geübter und schaffte es, länger an der Brust zu trinken. Teilweise dauerte eine Mahlzeit bis zu einer halben Stunde, dann hatte ich eine Pause von einer halben bis ganzen Stunde und dann trank er wieder eine halbe Stunde und schlief ein.
Mit der Zeit, entwickelte er längere Wachphasen und auch beim Stillen kam es zu längeren Trinkpausen und größeren Abständen zwischen, den Mahlzeiten. Obwohl es immer auch wieder Phasen gab, in denen er stündlich gestillt werden wollte.

 

Stillen im Wandel – Der Zauber der ersten Monate

Wenn ich mich nun an unsere erste Stillzeit zurückerinnern, fällt mir erst auf wie schön diese Momente waren. Ich konnte sie damals auf Grund des Babyblues nicht Wertschätzen, aber sie haben mir dennoch unbewusst sehr viel gegeben.
Heute darf ich dieses ruhige, zarte, liebevolle, auch mir Geborgenheit schenkende Stillen, ab und zu noch abends genießen. Ich liebe es seinen Körper an meinem zu spüren, während er entspannt und ruhig trinkt und dabei mit seinen kleinen Händen über meinen Arm streicht.

 In diesem Moment ist die Welt für ihn und mich in Ordnung, voller Liebe, Zuneigung und Harmonie. Er fühlt sich sicher und geborgen, alle Anspannung fällt von ihm ab und er kann sich vom Tag und dem erlebten lösen.

Das Stillen ist keine einseitige Handlung, sie gibt nicht nur einer Partei etwas, sondern sowohl Kind, als auch Mutter erfahren beim Stillen wunderbare, wichtige, Bindung stärkende Augenblicke. Es festigt sich mit jedem Stillen eine Stillbeziehung, aber diese Beziehung ist nicht konstant, sie ändert sich mit der Entwicklung und den sich ändernden Bedürfnissen des Kindes.

 

Stillen im Wandel- Unsere Stillbeziehung verändert sich

Etwa ab der 16. Lebenswoche trank mein Baby plötzlich sehr viel kürzer und ich machte mir damals ganz schön Sorgen darüber.
Die Sorgen waren unbegründet, er war mittlerweile einfach nur so kräftig, dass er seinen Nahrungsbedarf innerhalb von ein paar Minuten stillen konnte.

Er begann die Welt über Mama hinaus zu entdecken und jedes Vogelgezwitscher, Rascheln der Bäume, oder die Stimme anderer Menschen, forderte seine Aufmerksamkeit ein.

Mitunter habe ich ihn zehn Minuten, alles beobachten und betrachten lassen, bevor es mit dem Stillen weitergehen konnte. An anderen Tagen, dauerte es sogar über eine halbe Stunde, bevor der Hunger wieder so groß wurde, dass er trotz der Ablenkung etwas trinken konnte.
Und es änderte sich noch etwas, er schlief nicht mehr nach jedem Stillen ein. Auch war er mittlerweile so geübt, dass die Brust ohne Hilfe alleine gefunden wurde und auch das Andocken, prima ohne Hilfe klappte.
Etwa mit drei Monaten fiel mir auf, dass er ab und an Schwierigkeiten hatte an der rechten Brust zu trinken und das immer zu Beginn einer Zeit indem er viel Neues lernte und sich besonders rasch entwickelte. Während dieser Zeit brauchte er viel Nähe und Geborgenheit und Sicherheit beim Stillen, scheinbar fiel ihm das trinken an meiner rechten Brust jedoch nicht leicht.
Über die Gründe habe ich in einem anderen Artikel bereits geschrieben. Heute bin ich mir sicher, dass er in solchen Zeiten ein ruhiges, entspannendes Stillen benötigt, was er an der rechten Brust, aber nicht bekommt.

 

Stillen im Wandel- Bewegung kommt ins Stillen

Seitdem Schmatzipuffer fünf Monate alt war kam auch Bewegung ins Stillen. Während er trinkt, wird mit meiner Hand oder einer Haarsträhne gespielt und die Beine, können nicht stillliegen und bewegen sich in alle Richtungen. Stillen PhotoNote_IMG-20160430-WA0005_4484Hier und da landet auch ein Fuß oder eine Hand von ihm in meinem Gesicht. Aber es gibt auch innige und gemütliche Bewegung, während des Stillens.
Was ich immer besonders genieße, ist das Streicheln seiner Hand über meinen Handrücken und Arm.

Je Mobiler er wurde umso Aktionsreicher ging es auch an der Brust zu. War es vorher immer wunderschöne innig, kuschelig mit viel Nähe. Fühlte ich mich ab jetzt, oftmals nur noch wie ein Flasche Milch.

Stillen PhotoNote_WP_20160514_10_09_32_Pro (2)_4449Es wurde auf mir und an der Brust herumgeturnt, manchmal die Brust so hart durchgeknetet, dass es schon schmerzte oder der Kopf weggedreht, aber die Brustwarze vorher nicht losgelassen. Es wird erst dann an der Brust getrunken, wenn der Hunger größer als die spannende Umgebung ist und dann aber mit einem ordentlichen Zug und lauten sekündlichen Schluckgeräuschen.

Die Art, wie das Kind an der Brust trinkt, ändert sich mit seinem Wachsen und seinem Können.

Und doch gibt es auch jetzt noch, diese ruhigen Momente des Stillens, mit viel Nähe, Streicheleinheiten und kuscheln, die ich so liebe…

Bis bald, Eure

Kathi

Facebooktwittergoogle_plusmailFacebooktwittergoogle_plusmail
%d Bloggern gefällt das: