Geliebtes Kind Motzibacke

Gastartikel | Es gibt sie wirklich, die Mama-Zombies! #Mombie

Mit großer Freude, veröffentliche ich euch diesen wunderbar, ehrlichen Mombie-Moment aus dem Leben einer sehr lieben Freundin von mir. Wir beide wurden, durch unsere kleinen Wunder zusammengeführt, und haben uns beim Geburtsvorbereitungskurs kennengelernt. Seitdem sind wir unzertrennlich. Jenny stand mir in sehr schweren Zeiten zur Seite, brachte Licht, wo Schatten war und ich versuchte ihr in ihren dunkelsten Stunden beizustehen.

Alle Mamis kennen sie, diese Momente in denen wir nur noch funktionieren, nur ein Schatten unser Selbst sind und kämpfen müssen, um den Tag zu überstehen. Äußerlich, und manchmal sogar innerlich, gleichen wir dann eher einem Zombie als einer Mama, eben einem Mombie und das ist eine Tatsache! Trotz allem wird die Rolle der Mutter in der Gesellschaft, als einfach, herausforderungslos und eher wie etwas, was neben einer Freizeitbeschäftigung abläuft, betrachtet als, dass was sie ist, ein verdammt harter Job. Ein Job, der uns Mamas körperlich und mental, immer wieder an unsere Grenzen bringt und der verlangt, dass wir über diese Grenzen hinauswachsen. Deshalb, möchte ich euch diesen Moment aus Jennys Mamaleben veröffentlichen. Es ist wichtig, dass diese Mombie-Momente gesehen werden, dass sie nicht nur für uns Mamas, sondern auch für die Gesellschaft Realität werden…

Bis bald, Eure

Kathi

 


Hallo,

ich bin Jenny, 27 Jahre jung und Mami von einem zauberhaften kleinen, 16-Monate alten Mädchen. Die liebe Kathi bat mich einen Beitrag zum Thema „Zombie-Mama“ zu schreiben. Als wir beide über unseren Alltag, und vor allem unser übernächtigtes Aussehen witzelten, entstand die Idee zu einer Artikelreihe, mit dem Thema „Zombie-Mama“.

Mombie | Von fehlendem Schlaf, dem Krank-Sein und Endlos-Stillen/Dauernuckeln

Ich liege im Bett. Mein kleines Lieschen hat sich an mir „festgestillt„.

Seit drei Nächten habe ich nicht mehr geschlafen.

Ich weiß, eigentlich sollte ich die Gunst der Stunde nutzen und auch die Augen schließen, um ein kleines Schläfchen zu halten, aber das ist leichter gesagt, als getan! Unsere Nächte sind im Allgemeinen sehr schlecht, immer noch wie am Anfang, aber das wäre ein weiterer Beitrag zum Thema „Zombie-Mama“.

Nun ist Lieschen krank und benötig, logischerweise, noch mehr Nähe als sowieso schon. Jetzt komme ich zum eigentlichen Thema.

Seit drei Nächten verharre ich Dauerhaft in zwei Stillpositionen. Je nachdem welche Brust an der Reihe ist. Mir tut mittlerweile jeder Knochen, Muskel, ach was rede ich jede Faser weh.

Das hält mich vom Schlafen ab! Zumal jede Bewegung meinerseits zu einem erbosten Aufschrei von Lieschen führt. Wenn sie schläft dann nur wenige Minuten. Ihr kennt das bestimmt, wenn die Kleinen krank sind, Mama leidet auch mit.
Heute Morgen konnte ich mich kurz aus dem Bett stehlen und endlich mal auf Toilette gehen. Vielleicht habe ich auch Glück und kann eine Kleinigkeit frühstücken, und zwar in aller Ruhe. Ein bisschen Tee wäre auch gut, ich habe mich nämlich angesteckt.

Kaum hatte ich alles hingestellt, erklangen schon Rufe über das Babyfon. Der Alltag beginnt. Gemeinsam mit meinem „Zehnkilobaby“ auf dem Arm, bereitete ich das warme Wasser zum Waschen, die frischen Sachen, usw. vor. Mir zu helfen macht Lieschen richtig Spaß. Das ist auch gut so! Nur kann sie noch nicht laufen und so heißt es tragen, tragen, tragen.

Mombie | Und Papa?

Während wir alles Vorbereiteten stand plötzlich der Papa vor uns. Er hätte eigentlich Frühschicht, und ich habe nicht mit ihm gerechnet (da Lieschen so schlecht schläft, schlafen wir Mädels zusammen im Kinderzimmer und der Papa allein im Schlafzimmer). Er ist krank und muss zum Arzt. Ich fragte ihn wo er hingehen möchte. Na zu seinem Arzt. Der ist seit einem dreiviertel Jahr in Rente.

Für ihn in dieser Situation ein fast unlösbares Problem.

Also organisierte ich ihm zwischen Waschen, Windelwechseln und Frühstücksvorbereitungen einen Arzt.

Nach dem Frühstück musste ich mich wenigstens ein bisschen herrichten, schließlich müssen wir noch einkaufen. Mit ein wenig Schminke versuche ich meine Augenringe, die bis zu den Kniekehlen reichen, abzudecken…Mit spärlichem Erfolg. Ein wenig Mascara und schon sieht man nicht ganz so müde aus. Schnell noch die Haare kämen und zusammenbinden. Wirklich schnell, denn Lieschen hängt schon mit Krokodils-Tränen an meinem Bein.

Verdammt, Zähne putzen muss ich ja auch noch! Währenddessen fand Lieschen einen Kugelschreiber und malte schön auf einem Blattpapier. Ich lobte sie für ihre Kunstwerke.

Hinterher war sie komplett bemalt. Auf dem Blatt waren nur wenige Striche. Naja, aber immerhin konnte ich mir die Zähne putzen

Nun genieße ich trotzdem die Nähe und versuche die Augen zu schließen. Kuscheln ist ja auch was Schönes.

 Ich liebe dieses zauberhafte Wesen und könnte sie jeden Tag auffressen.

Eure, Jenny

Wenn auch ihr, mit einem eurer „Mombie-Momente“, für ein realeres Mama-Bild in der Öffentlichkeit kämpfen wollt, meldet euch bei mir per Mail, oder über die Sozialen Medien.

 

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