Geliebtes Kind Motzibacke

Von Glühwürmchen, Iltisgestank und spannenden Krimis | Ein Hibbel-Tagebuch

Fast fünf Wochen! Seit fünf Wochen ist es hier und in meinen sozialen Medien ruhig. Es ist eine ungewollte Funkstille und eine Stille, die mich sehr schmerzt, an der ich, aber auch nichts ändern konnte.

Der Grund für die Ruhe ist wundervoll, voller Freude, Hoffnung und Liebe, aber dennoch führte er mich an einen Punkt, an dem ich nicht Schreiben konnte, mir Kraft, Energie und Mut fehlten.

Ich möchte Euch heute alles erklären und euch einen Einblick in unsere letzten Wochen geben, aufregende Wochen, voller Spannung und Vorfreude, aber eben auch geprägt von Erschöpfung und Rückzug.

Ein Hibbel-Tagebuch – Yes! Aus Drei werden Vier, plus zwei Katzen-Schnuffis!

Ich bin wieder Schwanger! Ihr wisst, ich bin mit meinem Wunsch, ein zweites Kind zu bekommen nicht leichtfertig umgegangen. Er setzte einen riesen Prozess in meinem Inneren in Gang, warf unzählige Fragen und Bedenken auf und führte letztlich zu meiner Blogparade „Gedanken zum zweiten Kind“. Viele, liebe Mamablogger gaben mir Antwort auf meine Fragen und halfen mir bei der Entscheidungsfindung. Ich möchte mich noch einmal bei Euch allen bedanken, ihr wart großartig, eine tolle Unterstützung und habt mir wahnsinnig geholfen.❤
Nun war es soweit, ich durfte einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand halten, aber mein Leben, wäre nicht mein Leben, wenn der Weg bis dahin und auch danach, nicht voller verrückter und nervenaufreibender Begebenheiten wäre, aber erstmal, Alles ganz von vorne.

Hibbel-Tagebuch | Der Weg ist das Ziel oder wie alles begann

Schmatzipuffer ist mittlerweile 17 Monate und ich stille ihn nach wie vor. Das Langzeitstillen machte sich auch in meinem zurückgekehrten Zyklus bemerkbar.

Dank NFP (natürliche Familienplanung) hatte ich eine wunderbare Sicht auf meinen wunderschönen, NICHT perfekten Zyklus, der vor Eisprunganläufen nur so strotzte, aber bis das Ei dann mal sprang, waren die Spermien, die eifrig im Eileiter, auf die Chance ihres Lebens warteten, schon alt, grau und abgestorben.

Ein Sex-Timing, gestaltete sich daher schwierig und mal ehrlich, macht ja auch keinen Spaß nur nach Termin zu Schnaggeln. Also holten wir uns auch noch die Ovulationstests ins Boot und so waren alle Vorrausetzungen für eine wunderbare Hibbel-Party erfüllt. Der morgendliche Gang zur Toilette, wurde spannender, als der Krimi, den ich am Abend zuvor las. Da ich mir nie sicher sein konnte, ob das Ei gesprungen war, oder nicht, nutzte ich die Ovulationstests auch nach einem vermuteten Eisprung weiter und nahm so, völlig unfreiwillig, an etwas Teil, was sich Orakeln nennt. Im Großen und Ganzen, zielt diese Prozedur darauf ab, dass der Ovulationstest, auch in der Lage ist, eine Schwangerschaft (und das früher, als ein Schwangerschaftstest) anzuzeigen, über die Gründe dafür, schweige ich mich lieber aus, denn der Gärtner sollte, meiner Meinung nach, auch nicht über das Schneidern von Kleidern philosophieren und mehr als Vermuten, wäre es auch nicht. Nur so viel, es funktioniert in der Tat, auch meine Ovulationstests wurden, von Tag zu Tag, immer stärker und bestätigten so, die Schwangerschaft.

Hibbeltagebuch | Und los geht der Krimi!

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Es war mal wieder soweit, zwei Striche auf dem Ovulationstest färbten sich tief Purpur und zeigte so einen Eisprung (ES) an, nur hatte ich dieses Ergebnis auch schon vor ein paar Tagen gehabt, nur hatte es sich das Ei damals wieder anders überlegt und war nicht gehüpft, denn meine Basaltemperatur blieb weiter in Tieflage und zeigte mir so, dass kein Eisprung stattgefunden hatte. Ich hoffte, dass es diesmal springt. Für die von euch, die sich mit NFP und der Basaltemperatur nicht auskennen, ein kleiner Einschub:

Die Basaltemperatur ist die, direkt nach dem Aufwachen gemessene Körpertemperatur einer Frau. In einem Zyklus mit Eisprung, beschreibt sie eine Temperatur-Tieflage, in den Tagen vor dem Eisprung und den Beginn einer Temperatur-Hochlage kurz nach, oder ein paar Tage nach dem Eisprung. Die Temperatur, bleibt dann bis zum Ende des Zyklus erhöht, manchmal auch noch ein paar Tage im neuen Zyklus.

Hibbel-Tagebuch 2016-11-26_12-35-50

Glückskurve! Basaltemperatur des Zykluses in dem ich schwanger wurde. Auf der X-Achse ist die Temperatur in Grad Celsius, auf der Y-Achse ist der Zyklustag aufgetragen.

ES+1

Pünktlich zum Eisprung wurde ich mal wieder krank und traute daher meiner Basaltemperatur kein Stück über den Weg. So glaubte ich ihr auch nicht, als sie schön auf 37°C Anstieg. Die Ovulationstests wurden wieder schwächer, aber ich blieb dran und rechnete jeden Tag damit, dass sie sich wieder tief Lila färbten.

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Na da haben wir es, die Temperatur ist wieder gesunken und nur noch ganz knapp über der Tieflage. War wohl doch wieder nur ein Eisprungversuch und die erhöhte Temperatur vom Infekt.

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Okay, die Basaltemperatur ist wieder oben, und noch höher gestiegen…Wir sind zurück im Spiel! 🎉 ABER! Ich bin immer noch krank, vielleicht also nur vom Infekt!?

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Das war eine Nacht! Ich habe das komplette Bett nass geschwitzt, mein morgendlicher Duft war nicht zum Aushalten, keine Ahnung wie Schmatzipuffer bei diesem Iltisgestank, an meiner Brust trinken konnte, ich selbst wollte mich nicht mehr riechen und nur noch eines, eine Dusche! Vor der Dusche noch schnell einen Ovulationstest gemacht und dieser war hübsch negativ und auch die Basaltemperatur, war wunderbar oben. Langsam aber sicher glaubte ich ihr, es hatte wohl wirklich ein Eisprung stattgefunden…Hurra!

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Wieder eine feuchte Nacht, diesmal in zweierlei Hinsicht, denn ich musste auch ständig aufs Klo rennen. Morgens erwachte ich wieder, mit einem höllischen Gestank in der Nase, als würde ich mein Bett mit einem Iltis teilen, aber nein, das war nur ich!

Der erste Schock am Morgen, die Basaltemperatur war auf Tieflage gesunken, nur noch 36,8°C! Panik machte sich breit, war es doch nur ein Eisprungversuch gewesen? Im Bad, gab mir der Ovulationstest den Rest, er zeigte positiv an. WTF!!!

Nein, das kann nicht sein, der verdammte Eisprung war und Punkt. Ich beschloss, für meinen Seelenfrieden, die Temperatur und den Ovulationstest zu ignorieren!

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Mittlerweile war ich ans nasse Aufwachen und meinen eigenen Morgendunst gewöhnt und siehe an, die Temperatur war heute wieder schön oben, aber der Ovulationstest zeigte nach wie vor positiv an. Nach dem ersten Kaffee, kommt unweigerlich der zweite Toilettengang und damit eine neue Erkenntnis, ein Blutsfaden in der Slipeinlage.

Jetzt wurden meine Augen groß und meine Hoffnung machte einen riesen Sprung nach oben, quasi zeigte meine Hoffnung, einen exponentiellen Verlauf über die letzten Tage, bis einschließlich heute.

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Nachtschweiß, Iltisgestank und erhöhter Harndrang! Check✔! In meinem Unterleib machte sich ein ordentlicher Muskelkater breit und der Ovulationstest zeigte ein schönes, positives Ergebnis an. Ich war wieder krank, aber scheinbar ohne die Temperatur zu beeinflussen. Abends kam plötzlich Übelkeit auf.

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Auch diese Nacht, altbekannte, nächtliche…mittlerweile Gewohnheiten! Der Ovulationstest ist immer noch positiv und die Temperatur schön oben. Ich bin richtig schön erkältet und beim Niesen, zieht es wie Hölle im Unterleib. Abends und morgens leichte Übelkeit.

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Ich fühle mich nachts wie ein Schmelzofen, eigentlich schwitzte ich jegliche Flüssigkeit aus, wieso muss ich trotzdem so oft aufs Klo!? Seit drei Nächten gesellte sich auch ein fieser Juckreiz dazu.

Der Ovulationstest war am Morgen, fett Positiv! Die Testlinie war doppelt so intensiv, wie die Kontrolllinie. 😱 Also ein Eisprung ist das nicht, denn ich bin in der unteren Etage staubtrocken, wie die Wüste! Meine Hoffnung steigt weiter! Sollte es geklappt haben?

Ich nehme all meinen Mut zusammen und wage einen Schwangerschaftstest, mit dem Zweiturin….Positiv! Ganz zart, aber deutlich zu sehen! Noch nicht zu sehr freuen, es können noch hunderttausend Dinge schiefgehen!!!

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Orakel mit Schwangerschaftstests. Die grünen Schwangerschaftstests sind von David, der blaue Schwangerschaftstest ist von DM (Presence).

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Nach wie vor begleiten mich starkes Schwitzen, Hautjucken und erhöhter Harndrang, während der Nacht. Die Übelkeit ist auch stärker geworden. Meine Basaltemperatur ist schön oberhalb der 37°C.

An diesem Morgen schlägt mir mein Herz bis zum Hals. Während ich in den Becher Pinkel und den Schwangerschaftstest durchführe, läuft in meinem Kopf ein Film ab.

Ich rechnete damit, dass der Test heute negativ anzeigt. Ich wollte meinem Glück nicht trauen. Aber! Er war wieder positiv!

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Och nö, wieso ist die Basaltemperatur heute wieder gesunken?

Der morgendliche Gang zur Toilette fällt mir schwer, ich rechnete damit, dass der Schwangerschaftstest nicht mehr positiv anzeigt.

Das Schicksal hatte jedoch andere Pläne, der Schwangerschaftstest war positiv und zeigte, sogar ein stärkeres Ergebnis an. Abends durfte ich wieder einen Blutsfaden in der Slipeinlage entdecken.

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Die Temperatur war heute wieder oben. Also ein Temperaturabsacker in der zweiten Zyklushälfte ist schon fies, aber noch ein zweiter ist wirklich die Hölle, vor allem so kurz vor Menstermin, da rechnet man jeden Moment mit einer einsetzenden Blutung.

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Diese Nacht, war der absolute Horror! Das Hautjucken war so stark, dass ich fast wahnsinnig geworden bin. Der Versuch zu schlafen, scheiterte am Jucken und an meinem eigenen Körpergeruch.

Nachts um drei Uhr gab ich auf, ich konnte mich nicht mehr riechen und beschloss zu duschen. Ich hoffte, dass so auch der Juckreiz verschwindet.

Ich hatte Glück, eine halbe Stunde später, konnte ich tatsächlich für eine halbe Stunde schlafen, dann wollte Schmatzipuffer stillen und die nächtliche Ruhe war wieder vorbei. Nach dieser Nacht, hat das kleine Wunder in mir seinen Spitznamen erhalten, da es so wahnsinnig viel Wärme produziert und mich zum Glühen bringt, nennen wir es Glühwürmchen!

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Menstag! Aber nichts passiert!

Der Schwangerschaftstest und auch der Ovulationstest sind weiterhin schön positiv. Die Beschwerden der letzten Tage, zeigen sich unverändert stark. Meine Temperatur hat sich schön zwischen 37,1 und 37,25 eingependelt. Von dem Schwangerschaftstest der Marke David (Sensibilität: 10 mIU/ml) kann ich nur abraten, sie zeigen zwar früh an, aber die Testlinie ist nur sehr schwach ausgeprägt. Der Vergleichstest Presence (Sensibilität: 25 mIU/ml) von DM, hat mit derselben Urinprobe ein wesentlich eindeutigeres Ergebnis gegeben. Die Ovulationstests von David (Sensibilität: 10 mIU/ml) kann ich aber sehr empfehlen.

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Als ich am Morgen aufwachte war die Übelkeit fast verschwunden, ich verspürte Panik! Die Temperatur war nach wie vor oben, aber wieso war die Übelkeit fast weg? Das Testergebnis vom Schwangerschaftstest und vom Ovulationstest waren nur noch halb so stark wie gestern.

Ist alles schon wieder vorbei? Geht Glühwürmchen schon wieder?

Mein Gefühl sagte mir etwas Anderes und so testete ich mit dem zweiten Urin noch einmal. Das Ergebnis war wieder eindeutig und stärker, der erste Test musste von irgendetwas verfälscht worden sein. Vielleicht habe ich gestern Abend etwas getrunken, oder gegessen, was den Schwangerschaftstest beeinflusst hat. Ich beschloss die letzten zwei Tests, in den nächsten beiden Tagen aufzubrauchen und dann das Messen der Basaltemperatur und die Urin Tests sein zulassen. Mir reichte die Aufregung der letzten zwei Wochen, es war Zeit durchzuatmen, sich zu freuen und die Schwangerschaft zu genießen.

Positives Orakel!

Positives Orakel!

Hibbeltagebuch | Zurücklehnen und die Schwangerschaft genießen?

…Ganz so klappte das leider nicht! Die Übelkeit wurde sehr heftig und bleibt bis heute, den ganzen Tag über, aber schlimmer ist, dass sich ab der 5 Schwangerschaftswoche, eine lähmende Müdigkeit und Erschöpfung über meinen Körper legte. Unsere letzten Wochen waren voller Krankheit und die Nächte schlecht, da Schmatzipuffer wahnsinnig zahnt, das ging an meinen Körper nicht spurlos vorbei und nun muss er sich zusätzlich mit dem Wachstum eines neuen Lebens beschäftigen, das kostet viel Kraft. Mir ging es dadurch die letzten Wochen, körperlich sehr schlecht.

Die wenige Kraft und Energie, die ich noch aufbringen konnte gehörte meiner Familie und vor allem Schmatzipuffer. Also schluckte ich mein schlechtes Gewissen herunter und blieb Instagram, Twitter und Facebook fern und ließ die Arbeit für meinen Blog ruhen.

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Ich stand mit Schmatzipuffer auf und ging mit Schmatzipuffer schlafen. Jede Minute die ich erübrigen konnte benötigte mein Körper für Schlaf, denn in den Nächten bekam ich nicht viel Schlaf. Zwischen Stillen, Zahnungsbeschwerden, bei Schmatzipuffer, hormonbedingten Schlafstörungen, Hitzewallungen, Juckeiz und ständigen Toilettengängen fiel einfach zu wenig Schlaf ab.

Der Schlafmangel, die Übelkeit und mein ausgelaugter Körper, hüllten meinen Geist in einen undurchdringlichen Nebel, aber konnte ich so schreiben? Nein, denn dieser Nebel, raubte mir meine Inspiration und schloss meine Gedanken, tief in meinem Inneren ein.

Dieser Nebel lichtet sich langsam, die Nächte werden besser, mein Körper findet wieder Kraft und die Hoffnung und Freude, auf das kleine Wunder beleben meinen Geist mit neuer Energie, und so hoffe ich Euch wieder öfter an unserem Leben teilhaben lassen zu können.

Ich danke Euch allen für eure Geduld und eure lieben Anfragen zu unserem Befinden. Ihr seid einfach großartig! Danke!!!❤

Bis bald, Eure

Kathi

 

 

 

 

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