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Das erste Trimester der Schwangerschaft mit Glühwürmchen

Das erste Trimester meiner Schwangerschaft ist schon lange um. Ehrlich gesagt, ist das Ende des zweiten Schwangerschaftsdrittels fast erreicht. Langsam wird es Zeit, euch vom ersten Trimester und meiner Schwangerschaft mit Glühwürmchen zu berichten. Es ist eine turbulente Schwangerschaft und ich habe das Gefühl, dass ich kaum zum Luft holen komme, denn die Zeit rast und der Bauch wächst. Eine Katastrophe jagt die Nächste und das mit dem Ziel, mich um den Verstand bringen.

Manchmal komme ich mir vor, als hätte ich einen Ehrenplatz im Irrenhaus, denn mein Leben wird momentan, von einer langen Liste von Verrücktheiten bestimmt.

Die ersten Wochen war nicht nur von Schwangerschaftsbeschwerden geprägt. Wir waren auch wochenlang krank und dazu kam ein zahnendes Kleinkind, eine sich zurückziehende Katze, ein wahnsinnig sensibler Kater, mein hochsensibler Schmatzipuffer und meine eigene Hochsensibilität. Daneben ist kaum Platz für einen Moment der Ruhe und des Innehaltens.

Und so dauerte es etwas, bis ich eine Chance erhielt, das erste Trimester noch einmal Revue passieren lassen zu können.

Das erste Trimester der Schwangerschaft | Ein Wunder schlich sich in unser Leben

Nachdem auch der zehnte Schwangerschaftstest positiv ausfiel, traute ich endlich der Situation und nahm die neue Richtung, die unser Leben genommen hatte an. Meine Hibbel-Zeit war recht aufregend und mein kleines Forscher-Herz, was momentan meinem Mama-Herz hintenansteht, wünschte sich eine detaillierte Dokumentation vom Beginn unseres kleinen Wunders! So starteten wir mit viel Bangen, Hoffen, einem Hibbel-Tagebuch und aufwühlenden morgendlichen Toilettengängen ins erste Trimester.

Das kleine Wunder hatte scheinbar schon lange auf seine Chance gewartet, um in unser Leben zu treten, denn gegen aller Ängste und Befürchtungen, blieb es bei uns und musste einiges mitmachen. Aber aller Stress und auch keine Krankheit, konnten es aufhalten. Glühwürmchen entwickelte sich hervorragend und am Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels, war er seiner Entwicklung sogar schon eine Woche voraus und meine Frauenärztin verschob den Geburtstermin um eine Woche nach vorne. Da ich überhaupt kein Freund von solchen Geschichten bin, hatte ich damit am Anfang so meine Probleme.

Auch heute ist der neue Geburtstermin für mich nicht wirklich existent und ich werde keinesfalls einer Einleitung der Geburt zustimmen, nur weil der vorgerückte Termin, zu weit überschritten ist. Solange es Glühwürmchen und mir gut geht, sollen wir beide nicht der Möglichkeit beraubt werden, dass unsere Körper den Beginn der Geburt festlegen.

Das erste Trimester der Schwangerschaft | Mama muss einen Gang herunterschalten

Der Sommer ging, und mit unserem lang ersehnten Wunder kam der Herbst. Dieser brachte leider grippale Infekte, in Endlosschleife mit sich.

Diese Schwangerschaft begann anders als meine erste, mich überfiel eine lähmende Müdigkeit, die ich so nicht kannte. Ich schaffte nur die notwendigsten Dinge und manchmal nicht einmal diese. Zusammen mit den grippalen Infekten, die mein Schmatzipuffer und ich durchmachten war es eine nervenzerreißende Zeit. Meine Blogger-Tätigkeit kam völlig zum Erliegen und in meinem Herzen und Gedanken keimte das schlechte Gewissen auf.

Ich liebe es Mama zu sein, aber das Schreiben ist mir in den letzten Monaten sehr wichtig geworden, denn es ist mein Rettungsanker in stürmischen Zeiten. Ein Weg meinen Gedanken Ausdruck zu verleihen und meinem Kopf eine anspruchsvolle Aufgabe zu geben. In den ersten drei Monaten meiner Schwangerschaft konnte ich es nicht, ich war so müde, körperlich so fertig, dass ich nur halb Ich sein konnte. Das Langzeitstillen, die vielen Nächte in denen ich bei weitem, keine 6 Stunden Schlaf bekam und das Erschaffen eines neuen Lebens hatten mir sämtliche Energie geraubt.

Dazu kam die, schon aus der letzten Schwangerschaft bekannte Übelkeit und mein Magen rebellierte gegen den eigentlich dringend benötigten Kaffee. Die permanente Übelkeit raubte mir die letzten, zarten Nerven.

Und so vergingen die Wochen und ich hoffte meine Kraft wieder zu finden. Ich wartete auf das Nachlassen der Übelkeit und ließ alles andere Ruhen.

Meine Welt bestand nur aus Schmatzipuffer, Krankenpflege und meinen Schwangerschaftsbeschwerden, das belastete mich sehr und ließ die Dunkelheit in mein Herz und in meine Gedanken.

Das erste Trimester der Schwangerschaft | Lichtblicke

Ja es gab sie, die Lichtblicke die, die düsteren Gedanken vertrieben und die Dunkelheit durchschnitten und unsere Gemüter aufhellten.

Das erste Ultraschallbild von Glühwürmchen, löste ein Schwall an Glücksgefühlen aus. Wenig später durfte ich das Herz schlagen sehen, ein unglaublicher Moment.

Ab diesem Augenblick bekam, das bis dahin noch recht abstrakte Bild des wachsenden Kindes, einen greifbaren Körper. Die Gedanken trauten sich nun wirklich an dieses kleine Wunder zu Glauben und eine große Last fiel von meinem Herzen. Ab diesem Moment bekam ich Sicherheit. Ich fühlte mich wohler, weil ich meine Freude über die Schwangerschaft zulassen konnte. Vorher war es mir nicht möglich, zu groß, war die Angst vor einer erneuten Fehlgeburt.

Das Glück und die Freude zuzulassen, hätte geheißen, meinen Träumen und Hoffnungen Raum zu schenken. Dieser Raum hätte, aber viel zu viel Platz für die Enttäuschung geboten. Und so hielt ich mein Gefühl tief in meinem Inneren verschlossenen, hielt sie klein und ließ sie nicht wachsen. Es war eine unglaubliche Erleichterung sie freilassen zu können.

Das erste Trimester der Schwangerschaft | Kleine Helfer gegen die Übelkeit

Es gab zwei Getränke, die gegen die Schwangerschaftsübelkeit wenigstens etwas geholfen haben. Orangen- und Ingwerwasser.

Orangenwasser

250ml heißes Wasser

1-2 Orangen

1Tl Zucker oder Honig

Die Orangen in eine Tasse auspressen, den Löffel Zucker oder Honig hinzufügen und mit dem heißen Wasser übergießen. Noch warm trinken und dabei den Dampf einatmen.

 

Ingwerwasser

250ml kochendes Wasser

1 daumendickes Stück Ingwer

1Tl Honig

Den Ingwer schälen, in feine Scheiben schneiden und in eine Tasse geben. Den Löffel Honig hinzufügen und beides mit dem kochenden Wasser übergießen.

Kann warm und auch kalt getrunken werden, mir schmeckt es warm, aber besser.

Das erste Trimester der Schwangerschaft | Hebamme und Geburtsort

Während meiner letzten Geburt im Krankenhaus, durfte ich feststellen, wie schrecklich es sich anfühlt in der letzten Phase eine völlig neue, unbekannte Hebamme vor sich stehend zu haben. Ich musste erleben wie sehr es den Verlauf der Geburt, das Gefühl von Sicherheit und den Ausgang der Geburt beeinflusste.

So setzte ich nun alles daran, dass ich bei meiner zweiten Geburt nicht in diese Situation komme und suchte mir eine freiberufliche Beleghebamme. Eine Hebamme, die mich sowohl in der Schwangerschaft, als auch bei meiner Geburt und im Wochenbett betreuen wird. Genauer gesagt ist es ein Hebammen-Team. Zwei Hebammen, die ich während der Schwangerschaft genau kennenlernen darf, mit denen ich meine Sorgen, Ängste und Wünsche besprechen kann. Sie arbeiten beide im Geburtshaus am Treptower Park, welches ich mir als Geburtsort für mein zweites Kind ausgesucht habe. Unsere ersten Treffen, liefen wahnsinnig gut. Ich fühlte mich sofort wohl, verstanden und gut aufgehoben. Meine Hebammen gehen auf eine Art und Weise auf mich ein, wie es kein Frauenarzt kann. Ihr Wissen, der feinfühliger Umgang mit mir, die Zeit die sie sich nehmen, das Hinterfragen meiner Vorgeschichte, dies alles gibt es nicht beim Frauenarzt, dabei ist es so wichtig.

Das erste Trimester der Schwangerschaft | Geteilte Vorsorge

Es gibt so viele Dinge, die besprochen und beachtet werden müssen, damit für die zweite Geburt ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit entstehen kann. Ohne Vertrauen, ist all dies nicht möglich und Vertrauen braucht Zeit, muss wachsen und erfordert Kommunikation und Interaktion, von beiden Seiten.

Ich bin mit meinem gewählten Weg, der geteilten Vorsorge, der Geburt im Geburtshaus, sehr glücklich und zufrieden. Aber immer wieder schleichen sich die Bedenken ein, denn eine Geburt ist nicht planbar. Vielleicht wird mir die Möglichkeit, der Geburt im Geburtshaus doch noch genommen. Meine Hebamme ist zum Glück der konstante Faktor, sie wird mich bei meiner Geburt begleiten und mir als Vertraute zur Seite stehen.

Das zweite Trimester startete mit einem sehr schlimmen Infekt, der mich mehrere Tage ans Bett fesselte, doch mehr dazu und was in den folgenden Wochen passierte erzähle ich euch demnächst.

Bis bald, Eure

Kathi

Dieser Beitrag nimmt teil, an der Aktion #bestofElternblogs vom Blog Kellerband.

 

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